17.09.2008

Woods Are Wet (1973)

OT: Onna Jigoku: Mori Wa Nureta
AT: Woods Are Wet: Womans Hell

Japan, 1973 (Thriller)

R: Tatsumi Kumashiro
D: Hiroko Isayama, Rie Nakagawa, Hatsuo Yamatani, Moeko Ezawa

L: 65 Min
gesehene Version: Japanisch /Englische UT



Story:
Sachiko ist von zuhause weggelaufen. Yoko und Ryunosuke nehmen das noch sehr junge Mädchen bei sich auf. In ihrem entlegenen Landhaus muss Sachiko mit Schrecken feststellen, dass es sich bei den beiden um ein echt sadistisches Paar handelt... Ob es ihr gelingt, dem Grauen zu entfliehen?

Kritik:
Woods Are Wet ist ein Film aus der Pinku Eiga. Mit diesem Genre gibt es ja so einige Probleme, für die einen ist es eine Art Kunst und für die anderen perverser Dreck. Ich denke es hat von beiden etwas und man muss das von Film zu Film unterscheiden. Woods Are Wet ist kein herausragender Film des Genres. Es wird hier (zum Glück) auch nicht auf Teufel komm raus gefoltert, aber der Film ist schon mit kranken sadistischen Sexszenen aufgepeppt worden. Nur mal so als Beispiel, ein Gefangener der das junge Mädchen vergewaltigt wird von dem sadistischen Hausherren selber vergewaltigt und dann mittendrin erschossen und damit ist die Vergewaltigung des Mannes noch nicht abgeschlossen. Das Thema des Films wurde auch bildlich gut umgesetzt, da sich der Großteil in relativ dunkler Atmosphäre abspielt. Ein mittelmässiger Pinku Eiga mit kleiner Tendenz nach oben ...

Wertung: 6.5/10

A Tale of Two Sisters (2003)

OT: Janghwa, Hongryeon
AT: Zwei Schwestern
Südkorea, 2003 (Horror)
R: Kim Ji-Woon
D: Im Soo-jeong, Moon Geun-yeong, Yum Jung-ah, Kim Kap-su
L: 110 Min
gesehene Version: Deutsch



Story:
Es ist ein strahlender Sommertag, als die Schwestern Su-mi und Su-yeon in ein abgelegenes Haus am See gebracht werden. Sie waren seit dem Tod ihrer Mutter in einer Heilanstalt. In der Eingangshalle wartet bereits die verhasste Stiefmutter.
Su-mi, die Ältere, zeigt sich der Frau gegenüber offen feindselig, während Su-yeon fast furchtsam auf Abstand geht. Bald schon gleicht das Haus einem geisterhaften Folterkeller, in dem der Wahnsinn kalt und grausam in den Ecken lauert.

Kritik:
A Tale of Two Sisters ist bereits die vierte Verfilmung einer koreanischen Legende. Für mich ist es einer der besten Horrorfilme aus Asien der letzten Jahre. Dies liegt nicht unbedingt an der zweifelsohne guten Story, sondern viel mehr an der Inszenierung von Regisseur Kim. Bildgewaltig erzählt er die Geschichte mit großem Hang zum Detail. Die Gruselszenen sind perfekt eingesetzt. Der Soundtrack passt hervorragend und die Schauspieler sind sehr gut. Aber A Tale of Two Sisters ist kein einfacher Horrorfilm, gerade gegen Ende wendet sich das Blatt des öfteren und der Zuschauer muss höllisch aufpassen, das er noch mitkommt, gerade dann wenn er sich in der ersten Stunde dem etwas langsameren Erzähltempo angepasst hat. Trotzdem ein schauriger Spass...

Wertung: 9/10

16.09.2008

Operation Pussycat (2004)

OT: Pusshîkyatto daisakusen
AT: Pussycat Great Mission
Japan, 2004 (Actiontrash)
R: Ryûichi Honda
D: Kei Mizutani, Nao Eguchi, Yukari Nunokawa, Chiharu Muraishi
L: 43 Min
gesehene Version: Japanisch /Englische UT


Story:
Drei Tänzerinnen fahren in einem Kleinbus durchs Land. Auf der Ladefläche: eine Männerleiche. Als ein Cop das Trio anhält und den Toten erblickt, wird auch er gemeuchelt. Die 16-jährige Muschelsucherin Kotori scheint die Bluttat beobachtet zu haben, weshalb die Tänzerinnen die Verfolgung aufnehmen. Sie landen im Haus eines reichen alten Sacks, der das Mädchen wie eine Sklavin hält. Harry, die Anführerin der drei Frauen, will sich das Geld des Alten unter den Nagel reissen. Dazu muss Kotori aber erst sterben und hierfür soll sexy Tänzerin Mary den stummen Butler Kashituka ablenken.

Kritik:
Mal wieder so ein Billigschinken aus Japan. Abgefahrene Charaktere, ein bisschen Gewalt, eine wenig Sex machen den Trash perfekt. Doch das ganze ist recht amüsant. Natürlich trägt die kurze Spielzeit zum Vergnügen bei, denn auf Normallänge würde Operation Pussycat sicher irgendwann langweilig. Natürlich sollte man diese Hommage an das Pinku Genre und Grössen wie Russ Meyer nicht allzu ernst nehmen, so hats zumindest bei mir für kurzweilige Unterhaltung gesorgt ...

Wertung: 6/10

Karato - Fünf tödliche Finger (1971)

OT: Siu kuen wong
AT: The King Boxer; Xiao Quan Wang; Shaolin Avenger
Hongkong, 1971 (Eastern)
R: Kung Min
D: Meng Fei, Yasuaki Kurata, Wong Ching, Tyrone Hsu Hsia
L: 87 Min
gesehene Version: Deutsch



Story:
Von einem erfolgreichen Abenteuer zurückgekehrt, erfährt Chiu Ping Shing, dass eine Bande japanischer Gangster unter ihrem Anführer Harada seine Abwesenheit dazu genutzt hat, sein Lebenswerk mit brutaler Gewalt zu zerstören.
Es kommt zu einem erbitterten und blutigen Zweikampf zwischen Harada und Shing, um den wahren Meister zu ermitteln. Ihre tödlich zuschlagenden Hände, die die alte chinesische Kriegskunst der Selbstverteidigung perfekt beherrschen, bestimmen ein Duell auf Leben und Tod...

Kritik:
Und noch ein Easternreview. Die Story ist mal wieder zu vernachlässigen, Gut gegen Böse und Rache sind die vorherrschenden Themen. Die Kämpfe sind allerdings sehr gut inszeniert und sehr blutig. Es kommt nie Langeweile auf, wie es bei mir in Sachen Eastern häufig der Fall ist. Dieser Karatostreifen beweist das es bei Eastern nicht immer eine Shaw-Produktion sein muss...

Wertung: 7/10

15.09.2008

Suicide Manual (2003)

OT: Jisatsu manyuaru
Japan, 2003 (Thriller)
R: Osamu Fukutani
D: Nozomi Andô, Kei Horie, Ayaka Maeda, Kenji Mizuhashi
L: 85 Min
gesehene Version: Japanisch / Englische UT



Story:
Der TV-Boss Yashiro erfährt von einem Massensuizid mit Kohlenmonoxid in einem Hochhaus. Er setzt den einzelgängerischen, verschuldeten und freudlosen Reporter Yuu Tachubana auf den Fall an. Yuu und seine Assistentin Rie stossen bei den Recherchen auf Nanami , die auch an dem Selbstmord-Ritual hätte teilnehmen sollen, aber einen Rückzieher gemacht hat. Sie klärt Yuu über Selbstmord-Foren auf und über Suizid-Guru Rikki. Die mysteriöse Frau hatte allen Interessenten schwarze DVDs verteilt, welche Anleitungen und Tipps geben, sich effizient und in verschieden brutaler Weise das Leben zu nehmen. Bei weiteren Recherchen gerät der schüchterne Yuu immer mehr in den Bann des Selbstmords.

Kritik:
Selbstmord ist seit je her ein Teil der japanischen Kultur. Das Land ist Spitzenreiter bei den Selbstmorden unter Teenagern. Dieser Film greift das Thema auf. Allerdings tut er es nicht mit erhobenem Zeigefinger und ist völlig frei von Kritik. Die Story beginnt sehr zäh und ist relativ leicht zu folgen, was sich aber gegen Ende des Films ändert. Hier wird Suicidal Manual plötzlich zu eine Art Mysterythriller, das tut dem Streifen nicht besonders gut. Es hinterlässt eher einen verwirrenden Eindruck. Ob Regisseur Fukutani hier genau wusste was er tat wage ich einfach mal zu bezweifeln. Suicidal Manual sieht man sein Low Budget an, vom Look erinnert er an Ju-On. Das Manual als DVD erinnert hingegen wieder an The Ring, übrigens ist bei dem Manual des öfteren von einem Buch die Rede, da frag ich mich wo das jetzt war. Die Schauspieler liefern weder eine oscarreife Leistung ab noch sind sie total untalentiert. Insgesamt macht alles einen durchschnittlichen und unspektakulären Eindruck. Aus dem Stoff hätte mehr gemacht werden können ...

Wertung: 5.5/10

Oldboy (2003)

Südkorea, 2003 (Drama)
R: Park Chan-wook
D: Choi Min-sik, Yu Ji-tae, Kang Hye-jeong, Ji Dae-han, Oh Dal-soo
L: 114 Min

gesehene Version: Deutsch



Story:
15 Jahre. So lange wird Oh Dae-su, ein ganz durchschnittlicher Geschäftsmann und Familienmensch, eingesperrt. 15 Jahre ohne jeden menschlichen Kontakt und in völliger Unklarheit darüber, warum und wie lange er festgehalten wird. Als er ebenso abrupt, wie er seiner Freiheit beraubt wurde, wieder in diese entlassen wird, stellt ihm sein Entführer die Aufgaben, den Grund für seine unaussprechliche Tortur herauszufinden. Doch Dae-su OH kennt nur ein Ziel: Er will Rache üben...

Kritik:
Oldboy gehört zu den Filmen, die nach dem ersten Sehen bei mir ein unbehagliches aber auch freudiges Gefühl hinterlassen. Die Freude über einen tollen Film, den man so nicht erwartet hat. Unbehagen wegen dem was man gerade gesehen hat, aber vor allem hervorgerufen durch die düstere Machart von Oldboy. Oldboy ist nicht der Film, wo die Leute "Hey, hast du den Film gesehen, wo der Typ sich die Zunge rausschneidet?" oder "Als der Typ den lebendigen Tintenfisch aß..." sagen. Die Gewalt steht nicht im Vordergrund. Natürlich wird sie in starken Bildern als Stilmittel benutzt, und das ganze nicht zu knapp. Eine der besten Szenen der letzten Jahre, ist dann auch die als Oh Dae-Su einen Haufen Schläger mit einem Hammer veprügelt, das ganze ohne einen einzigen Schnitt in einer minutenlangen Sequenz. Die Spannung resultiert aus der Suche nach dem Grund für Oh Dae-Su's jahrelanges Eingesperrtsein und wird durch jede Menge Twists die ganze Zeit aufrecht gehalten. Oldboy ist eben mehr als noch ein Rachethriller. Er ist brilliant, fesselnd, pessimistisch und böse. Ein Meisterwerk von Koreas Kultregisseur Park mit vielen grossen Szenen und einer einzigartigen Atmosphäre.

Wertung: 10/10

14.09.2008

The Assassin (1993)

OT: Sha ren zhe tang zhan
Hongkong, 1993 (Eastern)
R: Billy Chung
D: Rosamund Kwan, Max Mok Siu Chung, Zhang Fengyi
L: 83 Min
gesehene Version: Deutsch



Story:
Po Ka lebt glücklich mit seiner Frau auf dem Land. Eines Tages wird er eines Verbrechens angeklagt, welches er nicht begangen hat. Doch trotz des verhängten Todesurteils wird er nicht hingerichtet,sondern zu einem Ort, der nur als die `Fabrik ` bekannt ist, gebracht und dort zu einem emotionslosen Killer ausgebildet. Mit tödlicher Präzision ermordet er sämtlische Opfer, bis er eines Tages während eines weiteren Auftrags von seiner Frau erkannt wird. Verstört über die über ihn herreinbrechende Erinnerungsflut, verdankt er es nur dem raschen Eingreifen seiner eigenen Schülers, daß der Auftrag noch korrekt ausgeführt wird. Obwohl seine Frau wieder geheiratet hat, läßt sie Po Ka klar, daß seine einzige Chance auf ein normales Leben der Eliminierung des gesamten Stabs der `Fabrik ` einschließlich ihres als unbesiegte geltenden Chefs liegt...

Kritik:
The Assassin ist ein Neunziger-Eastern mit einigen Splattereinlagen. Hier werden die Gegner geköpft, halbiert und sämtliche Körperteile fliegen durchs Bild. Das klingt zwar nach einem Riesenspaß ist es aber nur bedingt. Die Splattereffekte sind relativ schwach, die schauspielerische Leistung nicht mehr als durchschnittlich, die Handlung kann man getrost vernachlässigen und diverse kitschige Momente werfen ein schlechtes Bild auf den Film. Natürlich gibts auch ein paar starke Momente, die ihren Ursprung in den Kämpfen haben. Die Kampfszene in Eis und Schnee hatte schon was, aber insgesamt fehlte der Aha-Effekt. Somit ist The Assassin ein solider, aber durchschnittlicher Hongkong-Swordsplay, der durchaus zu unterhalten vermag ...

Wertung: 5/10

Gozu (2003)

OT: Gokudô kyôfu dai-gekijô: Gozu
Japan, 2003 (Drama)
R: Takashi Miike
D: Hideki Sone, Sho Aikawa, Kimika Yoshino, Shohei Hino
L: 129 Min

gesehene Version: Deutsch



Story:
Die beiden Yakuzas Manimi und Ozaki haben schon so einiges während ihrer "Karriere" als Gangster mitgemacht. Kein Wunder also, das Ozaki immer mehr den Verstand verliert und so langsam eine irre, unkontrollierbare Gefahr für den gesamten Clan darstellt.
Von seinen Bossen bekommt Manimi nun den verhängnisvollen Auftrag seinen Kollegen auf einer Müllkippe zu exekutieren. Doch schon auf der Hinfahrt kommt der ahnungslose Ozaki durch ein Missgeschick zu Tode. Dies wäre ja eigentlich nicht so problematisch für Manimi, allerdings verschwindet die Leiche auf unerklärliche Weise.
Auf seiner Suche nach der Leiche muss Manimi nun einige sehr seltsame Abenteuer erleben, bevor er an das vermeintliche Ziel seiner Reise gelangt...

Kritik:
Es ist wie fast immer bei einem Miike-Film. So wirklich weiss man vorher nie auf was man sich da einlässt. Gozu ist nochmal anders, weil schwer zu beschreiben. Der Film spielt im Umfeld der Yakuza. Doch es ist kein klassischer Gangsterthriller oder Actionkracher. Miike entführt den Zuschauer in eine surreale Welt, die wieder einmal gespickt ist mit außergewöhnlichen Personen. Da gibt es einen Yakuza-Boss, der zur Erregung eine ganz spezielle Methode vor dem Sex hat, eine ältere Motelbesitzerin, die zusammen mit ihrem Bruder Muttermilch in Flaschen abfüllt oder aber ein Barbesitzerbärchen, das morgens die Klamotten des Partners zuerst gegriffen hat. Miike verzichtet in Gozu auf seine bekannten Gewaltorgien, nicht aber auf Ekel und Sex. Gerade die Schlusspointe hat es in sich. Als Zuschauer weiss man nie was als nächstes passiert, dies ist auch das große Plus von Gozu, der mit über zwei Stunden Laufzeit etwas zu lang geraten ist. Nicht Miikes bester Film, aber allemal sehenswert ...

Wertung: 7/10