07.11.2008

Muscle Heat (2002)

AT: Blood Heat
OT: Massuru hîto
Japan, 2002 (Action)
R: Ten Shimoyama
D: Kane Kosugi, Shô Aikawa, Masaya Kato, Makoto Takenaka
L: 89 Min
gesehene Version: Deutsch


Story:
Joe ist ein Ex-Eliteagent der Special Forces. Er desertierte einst nach einem Einsatz bei dem unschuldige Kinder hinterrücks erschossen wurden. Der damit verbundene Albtraum verfolgt ihn noch heute. Er und sein Partner Katsuragi arbeiten als Regierungsagenten an einem brisanten Fall. Katsuragi soll Joe mit der Lösung des Falles zurück in die Einheit locken: Der chinesische Drogenboss Kenji treibt schon viel zu lange sein Unwesen. Er überschwemmt gerade den Markt mit seiner neuen Designerdroge "Blood Heat", die nach Einnahme die fünffache Muskelkraft verspricht. Neben dem florierenden Verkauf finanziert er so auch ein Wettgeschäft im "Fight Club"-Milieu. In seinem Club "Muscle Doom" kämpfen Ausgestoßene ums Überleben, angetrieben von einer blutgierigen Meute. Lässt Kenji zunächst einen Fighter wie den sicheren Sieger des Abends aussehen, schickt er dann einen seiner mit "Blood Heat" aufgeputschten Leute in den Doom, um seinem Gegenüber die Freiheit und das Leben zu nehmen, denn nur wer den Doom als Sieger verlässt, ist ein freier und reicher Mann.

Kritik:
Die Beschreibung von Muscle Heat klingt auf den ersten Blick nach einem amerikanischen B-Actionmovie mit Michael Dudikoff. Doch das einzige das der Streifen mit Filmen dises Genres gemein hat ist die verdattelte Story. Aber was wir bei einem Actionfilm erwarten wird geboten, sehr gut choreographierte Action und Kämpfe, eine Menge Blut und ein Rasantes Tempo. Grosse darstellerische Leistungen muss man bei Muscle Heat auch nicht unbedingt erwarten, obwohl mit Kane Kosugi (War) und Shô Aikawa (Dead or Alive) durchaus bekannte Gesichter agieren. Muscle Heat ist ein kurzweiliger guter Martial-Arts klopper aus dem Land der aufgehenden Sonne ...

Wertung: 8.5/10

Primitives (1978)

AT: Savage Terror; Todesschrei der Kannibalen
OT: Primitif
Indonesien, 1978 (Abenteuer)
R: Sisworo Gautama Putra
D: Barry Prima, Enny Haryono, Rukman Herman, Michael Kelly
L: 87 Min
Gesehene Version: Deutsch


Story:
Eine Gruppe von Studenten begibt sich auf Studienreise in das Gebiet der Pangajans, einem der letzten Kannibalenstämme dieses Kontinents. Schon nach kurzer Zeit erliegen sie nicht nur den Gefahren des Dschungels, sondern werden auch grausamen Folterungen der Kannibalen ausgesetzt. Einer nach dem anderen findet einen schrecklichen Tod. Wer kann letztendlich aus der grünen Hölle entkommen?ne Gruppe von Studenten begibt sich auf Studienreise in das Gebiet der Pangajans, einem der letzten Kannibalenstämme dieses Kontinents. Schon nach kurzer Zeit erliegen sie nicht nur den Gefahren des Dschungels, sondern werden auch grausamen Folterungen der Kannibalen ausgesetzt. Einer nach dem anderen findet einen schrecklichen Tod. Wer kann letztendlich aus der grünen Hölle entkommen?

Kritik:
Ohgottogott was war denn das für ein Film ? Übelster Trash-Schund aus Indonesien würde ich sagen. Dieser Kannibalenfilm schiesst wirklich den Vogel ab. Bescheuert agierende Laiendarsteller und eine üble Story hatte ich fast erwartet, aber das es so schlimm wird nicht. Kann man bei anderen Kannibalenschinken wenigstens noch ein wenig Splatter erwarte, so wird nicht einmal das bei Primitives geboten. Denn hier wird niemand gefressen. Somit passt der Titel des Films auch ganz zum Programm denn primitiv ist hier so ziemlich alles ...

Wertung: 1/10

05.11.2008

Graveyard of Honor (2002)

OT: Shin jingi no hakaba
Japan, 2002 (Drama)
R: Takashi Miike
D: Narimi Arimori, Yoshiyuki Daichi, Hirotaro Honda, Harumi Inoue
L: 125 Min
gesehene Version: Japanisch / Deutsche UT


Story:
Erzählt wird die Geschichte vom blutigen Sturz eines Yakuza aus der Nachkriegszeit in die 80er Jahre, vor den Hintergrund des wirtschaftlichen Niedergangs und schwerer sozialer Unruhen in Japan. Durch enorme Respektlosigkeit gelingt Yakuza Ishimatsu ein schneller Aufstieg innerhalb der Yakuza Hierachie. Doch als er wegen einer Fehlinformation versehentlich seinen Boss abknallt, wird er zum Gejagten. Während seinem Absturz verwandelt er sich vom angesehen Gangsterboss zum mordgierigen Junkie und zieht alle Beteiligten mit in den Untergang...

Kritik:
Miikes Yakuzadrama-Remake des Klassikers Graveyard of Honor von 1975, ist ein Gangsterfilm, der sehr stark an die Filme des Genres aus den 70er Jahren erinnert. Die Erzählweise hingegen entspricht eher den amerikanischen Mafiafilmen. Hier wird die Geschichte eines Gangsters über mehrere Jahrzente erzählt. Miike verzichtet auf Unmengen von Blut und Splatterszenen, die er in früheren Yakuzawerken häufig verwendet hat. Das heisst aber nicht das der Gewaltgrad bei Graveyard of Honor einem Disnye-Film gleicht. Die Gewalt wird anders eingesetzt, hart und roh, und wie immer bei dem Ausnahmeregisseur sehr verstörend. Die Charaktere stehen in diesem Werk im Vordergrund, sie wurden sehr gut gezeichnet und exzellent besetzt. Graveyard of Honor ist nicht der Beste, aber einer der besten Yakuzafilme von Miike ...

Wertung: 9/10

02.11.2008

Incredible Kung Fu Mission (1982)

AT: Shaolin Killer; Todescamp der Shaolin; Kung Fu Commandoes; Deadly Mission
Taiwan, 1982 (Eastern)
R: Cheung San Yee
D: John Liu, Alexander Lou, Alan Chui Chung San, Robert Tai
L: 88 Min
gesehene Version: Deutsch


Story:
Der Kung-Fu-Meister Ting Kan Ser (John Liu) rekrutiert fünf unerfahrene und chaotische Männer, um einen Rebellenführer (Robert Tai) zu befreien. Doch dieses Unterfangen ist für den erfahrenen Lehrer der Kampfkünste und seine Schützlinge eine große Herausforderung, vor allem weil seine fünf „Kämpfer“ von Kung-Fu keine Ahnung haben.

Kritik:
John Liu ist dem breiten Publikum wohl weniger bekannt, dem geneigten Easternfan aber ein Begriff und für einige dieser Fans gehört er zu den besten Martial-Arts Schauspielern nicht nur zu seiner Zeit. Seine Kampftechnik hat schon etwas atemberaubendes. Und das ist natürlich auch das Plus seiner Filme. Die Story ist nicht neu, der Held bildet ein paar Kämpfer aus um einen Freund aus der Gefangenschaft des Bösewichts zu befreien. Solider erzählt wird das ganze mit ein paar Kalauern aufgepeppt, an einigen Stellen musste sogar ich schmunzeln. Aber das wichtigste sind sowieso die Kampfszenen. Diese sind in Incredible Kung Fu Mission wirklich brilliant und sehr schön choreographiert. Und das ist es ja was einen starken Eastern ausmacht ...

Wertung: 7/10

01.11.2008

Opapatika (2007)

Thailand, 2007 (Fantasy)
R: Thanakorn Pongsuwan
D: Somchai Kemglad, Shahkrit Yamnarm, Leo Putt, Athip Nana
L: 101 Min
gesehene Version: Deutsch



Story:
Im buddhistischen Thailand begeht einer, der sich das Leben nimmt, eine schwere Sünde. Allerdings erhält er auch eine tolle Chance, denn folgt er beim Suizid einem gewissen Ritus, wird er wiedergeboren als Übermensch mit Superkräften, als sogenannter Opapatika. Der alte Sadok macht nicht ganz uneigennützig Jagd auf die Opapatika und bedient sich dabei nicht nur einer schießwütigen, doch weitgehend hilflosen Söldnerarmee, sondern auch des Ex-Cops Techit, den er eigenhändig zum Opapatika umdrehte.

Kritik:
Die Mischung machts bekanntlich. Leider bietet Opapatika etwas zu viel Mischung. Gnadenlos werden hier sämtliche Genres gemixt, Horror, Fantasy, Action, Splatter, Mystery und dazu dann noch ein bisschen Pseudo-Philosophie. Das wirkt zum Teil sehr aufgesetzt und macht die ohnehin schon abstruse Story vollends undurchschaubar. Ein weiteres grosses Manko des Streifens ist die Optik, teilweise so dunkel gehalten, das man Probleme hat den Actionszenen zu folgen. Ein Plus finde ich dann aber auch noch, das sind die zahlreichen Splatter- und Goreszenen. Ansonsten ist Opapatika ein Thaistreifen für die Tonne. Wieder einmal ...

Wertung: 2/10

17.09.2008

Woods Are Wet (1973)

OT: Onna Jigoku: Mori Wa Nureta
AT: Woods Are Wet: Womans Hell

Japan, 1973 (Thriller)

R: Tatsumi Kumashiro
D: Hiroko Isayama, Rie Nakagawa, Hatsuo Yamatani, Moeko Ezawa

L: 65 Min
gesehene Version: Japanisch /Englische UT



Story:
Sachiko ist von zuhause weggelaufen. Yoko und Ryunosuke nehmen das noch sehr junge Mädchen bei sich auf. In ihrem entlegenen Landhaus muss Sachiko mit Schrecken feststellen, dass es sich bei den beiden um ein echt sadistisches Paar handelt... Ob es ihr gelingt, dem Grauen zu entfliehen?

Kritik:
Woods Are Wet ist ein Film aus der Pinku Eiga. Mit diesem Genre gibt es ja so einige Probleme, für die einen ist es eine Art Kunst und für die anderen perverser Dreck. Ich denke es hat von beiden etwas und man muss das von Film zu Film unterscheiden. Woods Are Wet ist kein herausragender Film des Genres. Es wird hier (zum Glück) auch nicht auf Teufel komm raus gefoltert, aber der Film ist schon mit kranken sadistischen Sexszenen aufgepeppt worden. Nur mal so als Beispiel, ein Gefangener der das junge Mädchen vergewaltigt wird von dem sadistischen Hausherren selber vergewaltigt und dann mittendrin erschossen und damit ist die Vergewaltigung des Mannes noch nicht abgeschlossen. Das Thema des Films wurde auch bildlich gut umgesetzt, da sich der Großteil in relativ dunkler Atmosphäre abspielt. Ein mittelmässiger Pinku Eiga mit kleiner Tendenz nach oben ...

Wertung: 6.5/10

A Tale of Two Sisters (2003)

OT: Janghwa, Hongryeon
AT: Zwei Schwestern
Südkorea, 2003 (Horror)
R: Kim Ji-Woon
D: Im Soo-jeong, Moon Geun-yeong, Yum Jung-ah, Kim Kap-su
L: 110 Min
gesehene Version: Deutsch



Story:
Es ist ein strahlender Sommertag, als die Schwestern Su-mi und Su-yeon in ein abgelegenes Haus am See gebracht werden. Sie waren seit dem Tod ihrer Mutter in einer Heilanstalt. In der Eingangshalle wartet bereits die verhasste Stiefmutter.
Su-mi, die Ältere, zeigt sich der Frau gegenüber offen feindselig, während Su-yeon fast furchtsam auf Abstand geht. Bald schon gleicht das Haus einem geisterhaften Folterkeller, in dem der Wahnsinn kalt und grausam in den Ecken lauert.

Kritik:
A Tale of Two Sisters ist bereits die vierte Verfilmung einer koreanischen Legende. Für mich ist es einer der besten Horrorfilme aus Asien der letzten Jahre. Dies liegt nicht unbedingt an der zweifelsohne guten Story, sondern viel mehr an der Inszenierung von Regisseur Kim. Bildgewaltig erzählt er die Geschichte mit großem Hang zum Detail. Die Gruselszenen sind perfekt eingesetzt. Der Soundtrack passt hervorragend und die Schauspieler sind sehr gut. Aber A Tale of Two Sisters ist kein einfacher Horrorfilm, gerade gegen Ende wendet sich das Blatt des öfteren und der Zuschauer muss höllisch aufpassen, das er noch mitkommt, gerade dann wenn er sich in der ersten Stunde dem etwas langsameren Erzähltempo angepasst hat. Trotzdem ein schauriger Spass...

Wertung: 9/10

16.09.2008

Operation Pussycat (2004)

OT: Pusshîkyatto daisakusen
AT: Pussycat Great Mission
Japan, 2004 (Actiontrash)
R: Ryûichi Honda
D: Kei Mizutani, Nao Eguchi, Yukari Nunokawa, Chiharu Muraishi
L: 43 Min
gesehene Version: Japanisch /Englische UT


Story:
Drei Tänzerinnen fahren in einem Kleinbus durchs Land. Auf der Ladefläche: eine Männerleiche. Als ein Cop das Trio anhält und den Toten erblickt, wird auch er gemeuchelt. Die 16-jährige Muschelsucherin Kotori scheint die Bluttat beobachtet zu haben, weshalb die Tänzerinnen die Verfolgung aufnehmen. Sie landen im Haus eines reichen alten Sacks, der das Mädchen wie eine Sklavin hält. Harry, die Anführerin der drei Frauen, will sich das Geld des Alten unter den Nagel reissen. Dazu muss Kotori aber erst sterben und hierfür soll sexy Tänzerin Mary den stummen Butler Kashituka ablenken.

Kritik:
Mal wieder so ein Billigschinken aus Japan. Abgefahrene Charaktere, ein bisschen Gewalt, eine wenig Sex machen den Trash perfekt. Doch das ganze ist recht amüsant. Natürlich trägt die kurze Spielzeit zum Vergnügen bei, denn auf Normallänge würde Operation Pussycat sicher irgendwann langweilig. Natürlich sollte man diese Hommage an das Pinku Genre und Grössen wie Russ Meyer nicht allzu ernst nehmen, so hats zumindest bei mir für kurzweilige Unterhaltung gesorgt ...

Wertung: 6/10

Karato - Fünf tödliche Finger (1971)

OT: Siu kuen wong
AT: The King Boxer; Xiao Quan Wang; Shaolin Avenger
Hongkong, 1971 (Eastern)
R: Kung Min
D: Meng Fei, Yasuaki Kurata, Wong Ching, Tyrone Hsu Hsia
L: 87 Min
gesehene Version: Deutsch



Story:
Von einem erfolgreichen Abenteuer zurückgekehrt, erfährt Chiu Ping Shing, dass eine Bande japanischer Gangster unter ihrem Anführer Harada seine Abwesenheit dazu genutzt hat, sein Lebenswerk mit brutaler Gewalt zu zerstören.
Es kommt zu einem erbitterten und blutigen Zweikampf zwischen Harada und Shing, um den wahren Meister zu ermitteln. Ihre tödlich zuschlagenden Hände, die die alte chinesische Kriegskunst der Selbstverteidigung perfekt beherrschen, bestimmen ein Duell auf Leben und Tod...

Kritik:
Und noch ein Easternreview. Die Story ist mal wieder zu vernachlässigen, Gut gegen Böse und Rache sind die vorherrschenden Themen. Die Kämpfe sind allerdings sehr gut inszeniert und sehr blutig. Es kommt nie Langeweile auf, wie es bei mir in Sachen Eastern häufig der Fall ist. Dieser Karatostreifen beweist das es bei Eastern nicht immer eine Shaw-Produktion sein muss...

Wertung: 7/10

15.09.2008

Suicide Manual (2003)

OT: Jisatsu manyuaru
Japan, 2003 (Thriller)
R: Osamu Fukutani
D: Nozomi Andô, Kei Horie, Ayaka Maeda, Kenji Mizuhashi
L: 85 Min
gesehene Version: Japanisch / Englische UT



Story:
Der TV-Boss Yashiro erfährt von einem Massensuizid mit Kohlenmonoxid in einem Hochhaus. Er setzt den einzelgängerischen, verschuldeten und freudlosen Reporter Yuu Tachubana auf den Fall an. Yuu und seine Assistentin Rie stossen bei den Recherchen auf Nanami , die auch an dem Selbstmord-Ritual hätte teilnehmen sollen, aber einen Rückzieher gemacht hat. Sie klärt Yuu über Selbstmord-Foren auf und über Suizid-Guru Rikki. Die mysteriöse Frau hatte allen Interessenten schwarze DVDs verteilt, welche Anleitungen und Tipps geben, sich effizient und in verschieden brutaler Weise das Leben zu nehmen. Bei weiteren Recherchen gerät der schüchterne Yuu immer mehr in den Bann des Selbstmords.

Kritik:
Selbstmord ist seit je her ein Teil der japanischen Kultur. Das Land ist Spitzenreiter bei den Selbstmorden unter Teenagern. Dieser Film greift das Thema auf. Allerdings tut er es nicht mit erhobenem Zeigefinger und ist völlig frei von Kritik. Die Story beginnt sehr zäh und ist relativ leicht zu folgen, was sich aber gegen Ende des Films ändert. Hier wird Suicidal Manual plötzlich zu eine Art Mysterythriller, das tut dem Streifen nicht besonders gut. Es hinterlässt eher einen verwirrenden Eindruck. Ob Regisseur Fukutani hier genau wusste was er tat wage ich einfach mal zu bezweifeln. Suicidal Manual sieht man sein Low Budget an, vom Look erinnert er an Ju-On. Das Manual als DVD erinnert hingegen wieder an The Ring, übrigens ist bei dem Manual des öfteren von einem Buch die Rede, da frag ich mich wo das jetzt war. Die Schauspieler liefern weder eine oscarreife Leistung ab noch sind sie total untalentiert. Insgesamt macht alles einen durchschnittlichen und unspektakulären Eindruck. Aus dem Stoff hätte mehr gemacht werden können ...

Wertung: 5.5/10

Oldboy (2003)

Südkorea, 2003 (Drama)
R: Park Chan-wook
D: Choi Min-sik, Yu Ji-tae, Kang Hye-jeong, Ji Dae-han, Oh Dal-soo
L: 114 Min

gesehene Version: Deutsch



Story:
15 Jahre. So lange wird Oh Dae-su, ein ganz durchschnittlicher Geschäftsmann und Familienmensch, eingesperrt. 15 Jahre ohne jeden menschlichen Kontakt und in völliger Unklarheit darüber, warum und wie lange er festgehalten wird. Als er ebenso abrupt, wie er seiner Freiheit beraubt wurde, wieder in diese entlassen wird, stellt ihm sein Entführer die Aufgaben, den Grund für seine unaussprechliche Tortur herauszufinden. Doch Dae-su OH kennt nur ein Ziel: Er will Rache üben...

Kritik:
Oldboy gehört zu den Filmen, die nach dem ersten Sehen bei mir ein unbehagliches aber auch freudiges Gefühl hinterlassen. Die Freude über einen tollen Film, den man so nicht erwartet hat. Unbehagen wegen dem was man gerade gesehen hat, aber vor allem hervorgerufen durch die düstere Machart von Oldboy. Oldboy ist nicht der Film, wo die Leute "Hey, hast du den Film gesehen, wo der Typ sich die Zunge rausschneidet?" oder "Als der Typ den lebendigen Tintenfisch aß..." sagen. Die Gewalt steht nicht im Vordergrund. Natürlich wird sie in starken Bildern als Stilmittel benutzt, und das ganze nicht zu knapp. Eine der besten Szenen der letzten Jahre, ist dann auch die als Oh Dae-Su einen Haufen Schläger mit einem Hammer veprügelt, das ganze ohne einen einzigen Schnitt in einer minutenlangen Sequenz. Die Spannung resultiert aus der Suche nach dem Grund für Oh Dae-Su's jahrelanges Eingesperrtsein und wird durch jede Menge Twists die ganze Zeit aufrecht gehalten. Oldboy ist eben mehr als noch ein Rachethriller. Er ist brilliant, fesselnd, pessimistisch und böse. Ein Meisterwerk von Koreas Kultregisseur Park mit vielen grossen Szenen und einer einzigartigen Atmosphäre.

Wertung: 10/10

14.09.2008

The Assassin (1993)

OT: Sha ren zhe tang zhan
Hongkong, 1993 (Eastern)
R: Billy Chung
D: Rosamund Kwan, Max Mok Siu Chung, Zhang Fengyi
L: 83 Min
gesehene Version: Deutsch



Story:
Po Ka lebt glücklich mit seiner Frau auf dem Land. Eines Tages wird er eines Verbrechens angeklagt, welches er nicht begangen hat. Doch trotz des verhängten Todesurteils wird er nicht hingerichtet,sondern zu einem Ort, der nur als die `Fabrik ` bekannt ist, gebracht und dort zu einem emotionslosen Killer ausgebildet. Mit tödlicher Präzision ermordet er sämtlische Opfer, bis er eines Tages während eines weiteren Auftrags von seiner Frau erkannt wird. Verstört über die über ihn herreinbrechende Erinnerungsflut, verdankt er es nur dem raschen Eingreifen seiner eigenen Schülers, daß der Auftrag noch korrekt ausgeführt wird. Obwohl seine Frau wieder geheiratet hat, läßt sie Po Ka klar, daß seine einzige Chance auf ein normales Leben der Eliminierung des gesamten Stabs der `Fabrik ` einschließlich ihres als unbesiegte geltenden Chefs liegt...

Kritik:
The Assassin ist ein Neunziger-Eastern mit einigen Splattereinlagen. Hier werden die Gegner geköpft, halbiert und sämtliche Körperteile fliegen durchs Bild. Das klingt zwar nach einem Riesenspaß ist es aber nur bedingt. Die Splattereffekte sind relativ schwach, die schauspielerische Leistung nicht mehr als durchschnittlich, die Handlung kann man getrost vernachlässigen und diverse kitschige Momente werfen ein schlechtes Bild auf den Film. Natürlich gibts auch ein paar starke Momente, die ihren Ursprung in den Kämpfen haben. Die Kampfszene in Eis und Schnee hatte schon was, aber insgesamt fehlte der Aha-Effekt. Somit ist The Assassin ein solider, aber durchschnittlicher Hongkong-Swordsplay, der durchaus zu unterhalten vermag ...

Wertung: 5/10

Gozu (2003)

OT: Gokudô kyôfu dai-gekijô: Gozu
Japan, 2003 (Drama)
R: Takashi Miike
D: Hideki Sone, Sho Aikawa, Kimika Yoshino, Shohei Hino
L: 129 Min

gesehene Version: Deutsch



Story:
Die beiden Yakuzas Manimi und Ozaki haben schon so einiges während ihrer "Karriere" als Gangster mitgemacht. Kein Wunder also, das Ozaki immer mehr den Verstand verliert und so langsam eine irre, unkontrollierbare Gefahr für den gesamten Clan darstellt.
Von seinen Bossen bekommt Manimi nun den verhängnisvollen Auftrag seinen Kollegen auf einer Müllkippe zu exekutieren. Doch schon auf der Hinfahrt kommt der ahnungslose Ozaki durch ein Missgeschick zu Tode. Dies wäre ja eigentlich nicht so problematisch für Manimi, allerdings verschwindet die Leiche auf unerklärliche Weise.
Auf seiner Suche nach der Leiche muss Manimi nun einige sehr seltsame Abenteuer erleben, bevor er an das vermeintliche Ziel seiner Reise gelangt...

Kritik:
Es ist wie fast immer bei einem Miike-Film. So wirklich weiss man vorher nie auf was man sich da einlässt. Gozu ist nochmal anders, weil schwer zu beschreiben. Der Film spielt im Umfeld der Yakuza. Doch es ist kein klassischer Gangsterthriller oder Actionkracher. Miike entführt den Zuschauer in eine surreale Welt, die wieder einmal gespickt ist mit außergewöhnlichen Personen. Da gibt es einen Yakuza-Boss, der zur Erregung eine ganz spezielle Methode vor dem Sex hat, eine ältere Motelbesitzerin, die zusammen mit ihrem Bruder Muttermilch in Flaschen abfüllt oder aber ein Barbesitzerbärchen, das morgens die Klamotten des Partners zuerst gegriffen hat. Miike verzichtet in Gozu auf seine bekannten Gewaltorgien, nicht aber auf Ekel und Sex. Gerade die Schlusspointe hat es in sich. Als Zuschauer weiss man nie was als nächstes passiert, dies ist auch das große Plus von Gozu, der mit über zwei Stunden Laufzeit etwas zu lang geraten ist. Nicht Miikes bester Film, aber allemal sehenswert ...

Wertung: 7/10

13.09.2008

Soul of Chiba (1973)

AT: Soul of Bruce Lee; Gekisatsu! Judo ken; The Karate 2; In der Höhle des schwarzen Panthers
Hongkong, Thailand, 1973 (Action)
R: Chan Tung Man
D: Sonny Chiba, Etsuko Shihomi, Jun'ichi Haruta, Bolo Yeung
L: 89 Min

geshene Version: Deutsch



Story:
Moya Mushi kämpft gegen den korrupten Sam Wan, Leiter einer Karateschule. Zusammen mit dem Drogenfahnder Chun Kan bringt er ihn schließlich zur Strecke, aber er erlebt noch eine sehr bittere Enttäuschung.

Kritik:
Ja ich oute mich hier jetzt als Sonny Chiba Fan. Trotzdem oder gerade deshalb bin ich etwas skeptisch an Chibas Ausflug nach Thailand heran gegangen. Und siehe da, ich wurde positiv überrascht. Natürlich reicht Soul of Chiba nicht an zb die Karate Trilogie heran, aber dieser Streifen von 1973 hat einen positiven Eindruck hinterlassen. Chiba gibt hier den gebrochenen Superheld auf dem Weg der Rache, der die Schmerzen seines harten Trainings nur durch Drogenkonsum kompensieren kann. Die Story ist recht einfach gestrickt, auch wenn man am Anfang ein wenig den Überblick verliert aufgrund mehrerer Handlungsstränge und Rückblenden. Die Kampfszenen sind sehr gut inszeniert. Chibas Fight mit der Bande die im Monkey Style kämpft und ein großartiger Finalkampf sind meine persönlichen Highlights. Soul of Chiba als Action-Eastern-Crime-Mix macht 90 Minuten lang Spass, wenn man denn auf Prügelfilme steht...

Wertung: 7.5/10

10.09.2008

Onechanbara: The Movie (2008)

Japan, 2008 (Splatter)
R: Yôhei Fukuda
D: Eri Otoguro, Satoshi Hakuzen, Manami Hashimoto, Ai Hazuki
L: 83 Min

gesehene Version: Japanisch / Englische UT



Story:
Aya, Reiko und ein etwas beschränkter dicklicher Kerl jagen Dr. Sugari, der eine ganze Heerschar von Zombies auf die Menschheit losgelassen hat, und ausserdem verantwortlich für den Tod von diversen Familienmitgliedern der drei Verantwortlich ist. Um an ihr Ziel zu gelangen müssen sie allerdings jede Menge Zombies aus dem Weg räumen ...

Kritik:
Als erstes denkt man wohl, eine platte Story. Genauso ist es, aber da dies ein Splatterfilm ist zählt die Story eh nur am Rande. Onechanbra ist die Verfilmung eines Playstationspiels, das merkt man dann auch an der Story sowie an diversen Logikfehlern innerhalb des Films. Die teils knapp bekleideten Schwerter schwingenden Mädels sind zwar ganz nett anzuschauen, doch haben wir das Ganze in diversen japanischen Splatterfilmchen alles schon einmal gesehen, und zum Großteil viel besser als hier. Ein paar nette Splattereffekte und hübsche Mädels machen noch keinen guten Film aus. Und teils völlig übertriebene Situationen, warum tauchen eigentlich alle toten oder bösen Verwandten gleichzeitig auf ?, und miserable Special-Effects geben mächtig Abzüge in der Note ...

Wertung: 4.5/10

The Shadow Whip (1971)

OT: Ying zi shen bian
AT: Im Schatten der tödlichen Peitsche; L'Ombre du fouet

Hongkong, 1971 (Eastern)
R: Lo Wei
D: Cheng Pei Pei, Yueh Hua, Tien Feng, Ku Feng, Wong Hap
L: 78 Min
gesehene Version: Deutsch


Story:
Yang Kai-yun führt ein unauffälliges Leben als Besitzerin eines kleinen Gasthauses. Als eines Tages bekannt wird, dass sich ihr Onkel, der berühmte Peitschenkämpfer Fan Cheng-tian, auch bekannt als "die Schattenpeitsche", bei ihr versteckt, erscheinen schon bald mehrere Männer, die ihren Onkel des Mordes und des Raubes bezichtigen und sich deshalb an ihm rächen wollen.

Kritik:
Naja der allergrösste Easternfan bin ich nun nicht, aber bei Werken aus dem Hause Shaw Brothers guck auch ich gerne zu. The Shadow Whip ist ein typischer Shaw-Eastern, wenn auch sicher kein Highlight der Shaws. Dialog und Storyfetischisten werden natürlich auch bei Shadow Whip nicht auf ihre Kosten kommen, dafür ist es einmal mehr ein gelungenes Fest für Freunde des Hau-Drauf-Films. Die Kampfszenen sind aber nur teilweise gelungen, in einigen Momenten wirkt das ganze noch unrealistischer als es in diesem Genre eh schon zu geht und die Choreografie ist auch nicht immer gelungen. Zur Abwechslung spielt dieser Eastern mal in einer Winterlandschaft und Hauptdarstellerin Pei Pei Cheng setzt mit ihrer Anwesenheit ein weiteres Highlight für einen durchaus gelungenen Easternabend ....

Wertung: 6/10


Love - Zero = Infinity (1994)

OT: Iyarashii hitozuma: nureru
AT: Love - 0 = No Limit
Japan, 1994 (Horror)
R: Hisayasu Sato
D: Kiyomi Ito, Takeshi Ito

L: 62 Min
gesehene Version: Japanisch / Englische UT



Story:
Ein ehemaliger Lehrer zieht durch die Großstadt und verfolgt Menschen, um diese auszuspionieren. Eines Tages gerät er an einen Arzt, der ihn für seine Observation bezahlt. Das Ziel: die Frau des Arztes. Er findet heraus, das die Frau sich in eine Art Vampir verwandelt hat ...

Kritik:
Love - Zero = Infinity entstand 1994, ein Jahr vor Satos wohl bekanntestem Werk Naked Blood. Und vieles aus Naked Blood lässt sich auch in diesem Film wiederfinden. Auch in Love - Zero = Infinity nimmt Sato das Thema Medizin zum Aufhänger für seinen Horrorfilm. Auch diesmal wird die Suppe mit jeder Menge Sex gesalzen. Der grosse Unterschied ist allerdings, das die Splatterszenen fehlen. Insgesamt ist der Film für 62 Minuten schon recht langatmig, irgendwie will nie wirklich Spannung oder Tempo aufkommen. Positiv zu werten sind die ganz guten Darsteller und deren gut in Szene gesetzten Charaktere. Allerdings rettet das den gesamten Film auch nicht. So kann ich die teils sehr guten Kritiken nicht wirklich nachvollziehen ...

Wertung: 4/10

23.07.2008

Imprint (2006)

Japan/USA, 2006 (Horror)
R: Takashi Miike
D: Billy Drago, Youki Kudoh, Michie Ito, Toshie Negishi
L: 63 Min
gesehene Versionen: Englisch + Deutsch


Story:
Japan 19. Jahrhundert. Der amerikanische Journalist Billy kehrt in das Land zurück, in dem er vor Jahren seine Geliebte zurücklassen musste. Doch die Suche nach ihr wird beherrscht von bildgewaltigen, brutal-blutigen Rückblicken, in denen er erfährt, welche schrecklichen Dinge ihr widerfahren sind. Die Vorkommnisse sind mysteriös und scheinen auf unerklärliche Weise auch sein Schicksal zu beeinflussen. Billy spürt, dass er in einen tödlichen Kreislauf geraten ist...

Kritik:
Imprint ist der Beitrag vom japanischen Kultregisseur Takashi Miike zur Masters of Horror Serie von Wes Craven. Ich hatte mir zuerst einmal die englische Version der Folge angeguckt, da ich gelesen hatte, das die deutsche geschnitten ist. Was ich gesehen hab ließ mir förmlich die Haare zu Berge stehen, aber nicht wegen des Horrors den ich beim Gucken empfand, eher wegen der abstrusen Story, den schlechten Schauspielern und des üblen Englisch das die Akteure da verzapften. Also das Ganze nochmal auf deutsch gucken, dacht ich mir. Doch das machte es nicht viel besser.
Ein Vorteil hat die deutsche Version, die japanischen Schauspieler wirken gleich ein bißchen professioneller, was man allerdings von Billy Drago nicht behaupten kann. Selten hab ich einen so schlecht agierenden Schauspieler gesehen. Da die Story aber auch völlig daneben ist tun die Darsteller dem Film nicht wirklich weh. Freunde des Derben kommen zwischendurch auf ihren Geschmack, z.B. bei der Abtreibungsszene oder dem Highlight des Films, der unendlich langen Folterszene, zumindest in der englischen Fassung ist die Szene lang. Das wars dann aber auch schon, wenn man sich nach einiger Zeit an den Film erinnert, dann sicher nur noch an die besagte Folterszene und vielleicht noch an Billy Drago, aber sicher nicht im positiven Sinne ....

Wertung: 2.5/10

Ebola Syndrome (1996)

OT: Yibola bing du
Hongkong, 1996 (Horror)
R: Herman Yau
D: Anthony Wong, Marianne Chan, Edward Corbett, Lo Meng
L: 98 Min
gesehene Version: Kantonesisch / Englische UT


Story:
Kai ist in Hong Kong in einem Restaurant angestellt. Als er jedoch von seinem Boss beim Geschlechtsverkehr mit dessen Frau gestört wird, sieht Kai nur einen Ausweg: er tötet die beiden bestialisch, doch die kleine Tochter kann entkommen. Kai flüchtet darauf nach Afrika, wo er wieder einen Job in einem Restaurant annimmt. Als er mit seinem Chef in ein Eingeborenendorf fährt, um dort Schweine zu kaufen, vergewaltigt Kai nebenbei eine Eingeborene. Was er aber nicht weiss: die Frau hat den Virus Ebola. Kai steckt sich natürlich an, merkt aber vorläufig noch nichts. Plötzlich wird er dann krank, wird aber schnell wieder gesund, da er einer der wenigen Menschen ist, die immun gegen das Virus sind. Als er mal wieder beim ficken mit der Frau des Chefs erwischt wird, tötet er beide und verarbeitet sie zu Fleischbällchen, welche er im Restaurant verkauft. Alle Leute, die diese essen, stecken sich automatisch auch mit Ebola an. Das Virus verbreitet sich schnell. Als Kai wegen Mord gesucht wird, reist er wieder nach Hong Kong zurück. Doch dort sucht ihn die Polizei auch schon mit Unterstützung der Tochter seines früheren Arbeitgebers...

Kritik:
Ebola Syndrome ist ein Cat-III Schocker der besseren Sorte. Zwar wird hier auch auf harte Kost und Ekelszenen gesetzt, hier werden Menschen zu Hamburgern verarbeitet, eine halbtote Frau vergewaltigt und und und, aber diese Schockmomente machen nicht den Reiz des Films aus. Das Maß aller Dinge in Ebola Syndrome ist Anthony Wong in der Rolle des skrupellosen ekligen Kai. Teilweise kommt die Darstellung so überzogen rüber, das es schon wieder komisch erscheint und somit dem Film eine ganz besondere wenn vielleicht auch ungewollte Note verleiht. Eklig und sehr böse ...

Wertung: 8/10

Namanatsu (2005)

AT: Nama-natsu; The Raw Summer
Japen, 2005 (Drama)
R: Keisuke Yoshida
D: Sola Aoi, Yutaka Mishima, Ryô Narukami, Ayumi Sakamoto
L: 57 Min
gesehene Version: Japanisch / Englische UT


Story:
Der Angestellte Matsuo Ota fährt jeden Tag mit der Bahn zur Arbeit. Auf den Fahrten dorthin hat er sich in die Schülerin Anko verliebt, doch er ist ein schüchterner Mann. Er entwickelt sich mit der Zeit zum Stalker, hört Anko ab und hat sein ganzes Schlafzimmer mit ihren Fotos tapeziert. Als er von Anko abgewiesen wird, geschieht das Unvermeidbare ...

Kritik:
Nüchtern erzählt Regisseur Yoshida die Geschichte des etwas perversen Aussenseiters mit der Vorliebe für Schulmädchenuniformen. Nach diesem Film kann man sich gut vorstellen welche japanischen Männer die Unterwäsche der japanischen Schulmädchen kaufen :). Mit nur einer knappen Stunde Laufzeit weiss Namanatsu in einigen Momenten durchaus zu überzeugen, vor allem Yutaka Mishima nimmt man die Rolle des Aussenseiters jederzeit ab, die anderen Darsteller, wie Pornostarlett Sola Aoi, bleiben hingegen eher blass. Allerdings hat Namanatsu trotz der geringen Laufzeit auch einige Längen, vor allem am Anfang, als Matsuo und seine Geschwister, die im weitern Filmverlauf keine Rolle mehr spielen, eingeführt werden. Insgesamt also ein durchschnittliches Drama ...

Wertung: 6.5/10

Tomie (1999)

Japan, 1999 (Horror)
R: Ataru Oikawa
D: Miho Kanno, Mami Nakamura, Yoriko Douguchi
L: 95 Min
gesehene Version: Deutsch


Story:
Die junge Tsukiko wird von den Schatten ihrer Vergangenheit gejagt. Das Problem ist nur: Sie weiß gar nicht, welches Erlebnis ihren traumatischen Zustand verursacht haben könnte. Sie begibt sich in die Hände eines Psychiaters. Doch während ihrer ersten Sitzung spricht sie nur immer und immer wieder einen Namen: Tomie. Irgendwie kommt ihr der Name bekannt vor. Doch woher? ...das bleibt ihr vorerst verborgen. Zur gleichen Zeit versucht ein Polizist eine brutale Mordserie aufzuklären. Auch er stößt bei seinen Ermittlungen auf den Namen Tomie. Über Umwege kreuzen sich dabei ihre Wege und gemeinsam kommt man einem furchtbaren Geheimnis auf die Spur...

Kritik:
Die Story klang noch ganz gut, aber was die Umsetzung dieser Geschichte angeht, da lässt sich nicht viel positives finden. Tomie ist vor allem langweilig und teilweise verwirrend. Richtige Spannung kommt so gut wie nie auf. Nun ja wenn man den Zuschauer nicht mit Spannung oder Grusel bei der Stange halten kann, dann versucht man es mit Action und Splattereinlagen. Doch auch in diese Richtung passiert bei Tomie wenig bis gar nichts. Mit viel gutem Willen kann man die zwei etwas derber geratenen Szenen des Films als Splatter durchgehen lassen, doch ist das viel zu wenig. Tomie ist wohl nur etwas für richtige J-Horror Junkies. Warum von Tomie bereits sieben Fortsetzungen entstanden bleibt mir allerdings ein Rätsel ....

Wertung: 3/10

Hard Boiled (1992)

OT: Lashou shentan
AT: Hot-Handed God of Cops; Ruthless Super-Cop; A Toute epreuve
Hongkong, 1992 (Thriller, Action)
R: John Woo
D: Chow Yun-Fat, Tony Leung, Teresa Mo, Philip Chan, Phillip Kwok
L: 122 Min
gesehene Version: Deutsch


Story:
Inspektor Yuen ist fest entschlossen, die brutal und rücksichtslos agierenden Waffenschieber-Syndikate Hongkongs für immer zu zerschlagen. Monatelang hat es gedauert, Undercover-Agenten einzuschleusen, Vorbereitungen für den vernichtenden Schlag zu treffen und hinter die Identität eines Vermittlers zu kommen, der seine schmutzigen Geschäfte in einem chinesischen Teehaus abwickelt. Als Yuen dort auftaucht um ein weiteres Waffengeschäft zu vereiteln, eskaliert die Situation. Es kommt zu einer wilden Schiesserei, bei der die Hauptverdächtigen, aber auch viele Unschuldige den Tod finden. Inspektor Yuen steht wieder ganz am Anfan. Doch in seiner wilden Entschlossenheit, Gerechtigkeit auszuüben, bleibt er den Waffensschiebern auf der Spur - und bricht dabei alle Regeln des Gesetzes...

Kritik:
Dann wird es mal wieder Zeit für einen Klassiker. John Woo's Hard Boiled gehört definitiv zu diesen Klassikern des asiatschen Kinos. In Sachen Action hat John Woo nicht nur für den asiatischen Raum Maßstäbe gesetzt, sondern auch für Hollywood. Perfekt inszenierte Actionsequenzen gehören zu seinen besten Stilmitteln und davon gibt es in Hard Boiled reichlich, dazu eine gute Story um die Cops Tony und Tequila und zwei Hauptdarsteller, Chow Yun-Fat und Tony Leung, in absoluter Bestform. Viel mehr kann man von einem Actionthriller a la Hongkong nicht erwarten. Perfekte Unterhaltung ...

Wertung: 10/10

Shuffle (1981)

OT: Shaffuru
Japan, 1981 (Action)
R: Sôgo Ishii
D: Yosuke Nakajima, Tatsuya Mori, Shigeru Muroi, Genjiro Arato
L: 32 Min
gesehene Version: Japanisch /Englische UT


Story:
Der junge Hiroshi Kobayashi tötet im Streit seine Freundin und macht sich danach auf den Weg ihren Liebhaber Kitamura zu suchen. Dabei wird er von einem Polizisten verfolgt ...

Kritik:
Ja eine recht kurze Inhaltsangabe, aber mehr gibt es zum Inhalt nicht zu sagen. Die Hälfte des Films rennt Kobayashi vor dem Polizisten davon. Klingt alles nicht so toll ?
Naja die halbe Stunde Kurzfilm von Regisseur Ishii ist sicher kein Meisterwerk, aber hat auch seine guten Momente. Vor allem zur Mitte des Films fragt man sich was das alles soll, da der Großteil der Story erst am Ende aufgeklärt wird. Passend zur Hetzjagd ist die schwarz-weiß Optik des Streifens untermalt von surrealer Musik. Es wird wenig gesprochen und wenn dann meist kurz und knapp. Man bleibt am Ende als Zuschauer schon mit einem Fragezeichen im Gesicht zurück ...

Wertung: 4.5/10

22.07.2008

Shikoku (1999)

AT: Shikoku - Die Insel der Toten
Japan, 1999 (Horror)
R: Shun'ichi Nagasaki
D: Chiaki Kuriyama, Yui Natsukawa, Michitaka Tsutsui, Ren Osugi
L: 100 Min
gesehene Version: Deutsch



Story:
Nach 20 Jahren kehrt Hinako wieder in ihr Heimatdorf auf der japanischen Insel Shikoku zurück. Dort geschehen nach dem plötzlichen Unfalltod ihrer Freundin Sayori merkwürdige Dinge. Seltsame Geistererscheinungen ängstigen die Bewohner. Hinako findet heraus, dass sich Sayoris Mutter seit Jahren dem alten Sakauchi-Ritual widmet, das, so sagt es die Legende, einen Verstorbenen wieder zum Leben erwecken kann. Doch wenn der Bannkreis wirklich gebrochen und das Tor zum Reich der Nacht geöffnet wird, dann wird der Flut der Toten niemand mehr entkommen...

Kritik:
Was Regisseur Nagasaki mit Shikoku hier abliefert, ist alles weder neu noch innovativ und teilweise auch recht langweilig. Wieder mal erinnert ein japanischer Horrorstreifen in diversen Momenten an The Ring (wieder mal das weiß gekleidete Mädchen). In den ersten Minuten gab es noch einige Momente, die auf mehr hoffen liessen, wie zb die Zeremonie mit der kleinen Saruyi, doch diese wurden im Laufe des Films immer weniger. Das Ende aber setzt dem ganzen dann die Krone auf. Ich will nicht spoilern aber das Ende ist doch sehr melodramatisch und schnulzig ausgefallen. Auch die damals noch unbekannte Kill Bill-Göre Chiaki Kuriyama reisst den Film nicht raus und so bleibt leider nur ein laues Grusellüftchen statt eines fulminanten Horrororkans ...

Wertung: 4/10

A Dirty Carnival (2006)

OT: Biyeolhan geori
AT: Straßen der Gewalt
Südkorea, 2006 (Action)
R: Yu Ha
D: Jo In-seong, Cheon Ho-jin, Nam Gung-Min, Lee Bo-Young, Jin Goo
L: 134 Min
gesehene Version: Deutsch


Story:
Byung-doo Kims (Zo In-sung) Gangsterkarriere steckt fest. Vize-Boss Sang-chul (Yoon Jae-Moon) kassiert das meiste Geld der Aufträge und hält den jungen Aufsteiger unter sich in Schach. Als Boss Hwang (Chun Ho-jin) eines Tages Byung-doo signalisiert, er halte ihn für talentierter als Sang-chul, lässt er sich nicht lange bitten. Er schafft den für Boss Hwang bedrohlichen Staatsanwalt Park aus dem Weg und tötet daraufhin Sang-chul an der Hochzeit seiner Schwester. Als Nummer zwei im Syndikat, baut er mit Hilfe seines Adjutanten Jong-su (Ku Jin) seine Macht aus und versucht, das Herz seiner ehemaligen Schulkollegin Hyun-ju (Bo-young Lee) zu gewinnen. All das protokolliert von Min-Ho Kim (Gung-min Nam), ebenfalls ein ehemaliger Schulkollegen, der einen Gangsterfilm drehen will...

Kritik:
Mit A Dirty Carnival drehte Regisseur Yu Ha einen richtig guten Gangsterfilm, der es auch gelegentlich mit amerikanischen Klassikern aufnehmen kann. Die Story wird solide erzählt und der nicht gerade nach Gangster aussehende Hauptdarsteller Jo In-seong liefert eine sehr gute Leistung ab. Aber auch die restlichen Akteure wissen zu überzeugen. Einzig die kleine zarte Liebesgeschichte im Film, die vom Regisseur aber weitesgehend vernachlässigt wird, wirkt deshalb etwas deplaziert. Die Action und Kampfszenen wirken da viel überzeugender. Insgesamt wird in Dirty Carnival das Gangstertum aber nicht glorifiziert, sondern eher kritisch betrachtet und genau das macht den Film sehr sehenswert ....

Wertung: 8/10

Zee Oui (2004)

OT: Zee-Oui
AT: Zee Oui - Der Kannibale; The Man-Eater
Thailand, 2004 (Krimi, Drama)
R: Nida Sudasna, Buranee Ratchaiboon
D: Long Duan, Premsinee Ratanasopha, Chatchai Plengpanich
L: 85 Min
gesehene Version: Deutsch



Story:
Thailand Mitte der 50er-Jahre: Unter einem Kriegstrauma leidend fängt ein junger Mann an zu Morden. Er wird verhaftet und zum Tode verurteilt.
Kurz vor seiner Exekution erinnert er sich:
1946 kam er als Flüchtling nach Bangkok. Die Behörden gaben ihm einen Pass auf den Namen Zee-Oui, rasierten ihm die Haare ab und sperrten ihn ein. Wieder in Freiheit übermannten ihn seine Erinnerungen an die Grausamkeiten im Zweiten Weltkrieg, was ihn schwer krank werden lässt... und plötzlich ist da dieser Drang zu töten.

Kritik:
Dieses Krimidrama hätte durchaus Potential zu mehr gehabt. Die Macher dieses Streifens versuchen leider zu sehr die Taten von Zee Oui zu erklären und erzeugen so eine Stimmung von Mitleid und Verständnis für den Täter, die den Taten keinesfalls gerecht wird. Die Darsteller spielen durch die Bank alle sehr gut. Zee Oui ist auch sehr gut gefilmt. Die Atmosphäre und Bilder stimmen. Das der Film auf einer wahren Geschichte basiert macht Zee Oui interessant. Ob jetzt alles so war, wie im Film dargestellt (Kinderinnereien zur Genesung futtern) lassen wir mal offen, aber gerade wegen diesem wahren Hintergrund und das der Täter im Film die Opferrolle bekommen hat, gibt Abzüge in der Wertung ...

Wertung: 4/10

Down To Hell (1996)

Japan, 1996 (Action, Splatter)
R: Ryûhei Kitamura
D: Ryûhei Kitamura, Masami Miyata, Kohji Gotoh, Yoshihiro Okamoto
L: 47 Min
gesehene Version: Japanisch / Englische UT


Story:
Vier Jugendliche praktizieren ein krankes Spiel. Sie fangen Menschen die alleine bei Nachts spazieren gehen ein und entführen sie in einen abseits gelegenen Wald. Dort geben sie dem Opfer 10 Minuten Vorsprung bevor sie auf die tödliche Jagd gehen. Doch der "Wald der Wiederauferstehung" hat seine eigenen Regeln.

Kritik:
Kitamura gehört zu meinen Lieblingsregisseuren aus dem Land der aufgehenden Sonne. Sein Erstling Down To Hell spielt in der selben Location wie der spätere Hit Versus. Wenn man Down To Hell als Vorgänger oder Low Budget (Super 8) Version von Versus bezeichnet, liegt man nicht ganz falsch. Ausser dem Wald kommen noch mehr Elemente in beiden Filmen zum Tragen. Da hätten wir zb die Gewalt, die permanente musikalische Untermahlung des Films und natürlich auch die auferstehenden Toten. Die verwackelten amateurhaften Kamerabilder verleihen dem Kurzfilm ein besonderes Ambiente, das schon irgendwie an Blair Witch Project angelehnt ist. Die minimalistische Story (eine Gruppe kidnappt einen Mann und jagt ihn durch den Wald bis er stirbt und als Zombie Rache nimmt) wird schnell und knapp in den 47 Minuten Spielzeit erzählt, viel mehr für eine längere Version gibt sie auch nicht her. Und das Beste an Down To Hell, er legt bei der Jagd ein richtig gutes Tempo vor und macht genau deswegen eine Menge Spass trotz Low Budget oder vielleicht auch gerade deswegen....

Wertung: 8.5/10

20.07.2008

Hunting List (1994)

OT: Zhong ji lie sha
Hongkong, 1994 (Action, Thriller)
R: Kevin Chu Yin-Ping
D: Ray Lui, Vivian Hsu, Lap-Man Sin, Ku Feng, Jackson Lou
L: 85 Min
gesehene Version: Deutsch



Story:
Kid, Kramp und Tai Hung sind die besten Freunde. Als Kid bei einer Streiterei um Geld einen anderen Mann mit brutalster Gewalt umbringt, muss er nach Taiwan fliehen.
Dort erschießt er fünfzehn Jahre später bei einem misslungenen Drogendeal einen Polizisten und ist danach abermals auf der Flucht. Diesmal begibt er sich zurück in seine alte Heimat Hong Kong, wo er seinen Freund Kramp wiedertrifft. Er steigt erneut in zwielichtige Geschäfte ein, obwohl er seiner Freundin Mae versprochen hat, sich von Kramp, der auch Maes Bruder ist, fernzuhalten.
Immer tiefer gerät Kid in die Machenschaften der Triaden Hong Kongs - und als Tai Hung getötet wird, rastet Kramp endgültig aus und will Rache nehmen. Wer Tai Hung allerdings umgebracht hat, ist nicht so klar, wie es im ersten Moment scheint, denn der große Bruder von Kramp, Louis, scheint ebenfalls in die Sache verwickelt zu sein. Kid muss sich entscheiden, was er nun tun will… doch er verbirgt selbst noch ein Geheimnis.

Kritik:
Es geht also auch andersrum. Hier klaut ausnahmsweise mal nicht Hollywood in Asien, sondern Regisseur Kevin Chu in Hollywood. Das er sich als "Diebesgut" dann Im Vorhof zur Hölle ausgesucht, ehrt seinen Geschmack, aber konnte natürlich nur schiefgehen. Der Plot von State of Grace wurde fast 1:1 übernommen, naja fürs Finale hat Chu sich dann aber noch was besonderes ausgedacht, und mal eben das Ende von True Romance kopiert. Das hier die nicht gerade hochbegabten Schauspieler, die Rollen von Sean Penn und Ed Harris, und gerade die von Gary Oldman, nicht annäherend so gut spielen kann man sich ja denken.
Trotzdem macht Hunting List zwischendurch etwas her. Die Actionszenen sind teilweise ganz nett anzuschauen und recht blutig. Für eine Low-Budget Produktion ist Hunting List gar nicht mal so schlecht geworden. Besser durchschnittlich geklaut als schlecht erfunden ...

Wertung: 5/10

Longinus (2004)

AT: The Spear Of Longinus
Japan, 2004 (Horror)
R: Ryûhei Kitamura
D: Taro Kanazawa, Takehiro Katayama, Toshiyuki Kitami
L: 40 Min
gesehene Version: Japanisch /Englische UT



Story:
Es herrscht Krieg. Der Speer des Longinus, der bei der Kreuzigung von Jesus eine wichtige Rolle spielte, wurde geborgen und soll von einer kleinen Einheit zu ihrem Anführer gebracht werden. Da dieser Speer die Macht besitzt Krankheiten zu heilen und Vampire zu vernichten, muss die Einheit vor den Vampiren fliehen und in einem fast verlassenen Krankenhaus Unterschlupf suchen.

Kritik:
Wer bei Longinus ein Kitamura-Film a la Versus erwartet, wird sicherlich enttäuscht. Der Vampir-Kurzfilm ist keine Actioorgie wie man es von wie man es von Kitamura gewohnt ist. Das ist auch der Knackpunkt des Films. Leider ist Longinus viel zu dialoglastig, zu dem kommt bei den Dialogen nicht viel Inhalt rüber. Also beginnt man sich hier und da schnell zu langweilen. Die wenigen Actionszenen sind gut gemacht. In einem kurzen Moment (Kopfschuss) kommen auch Splatterfans auf ihre Kosten, allerdings war es das dann auch. Glücklicherweise steigt der Film gleich in die Geschichte ein und braucht keine lange Vorlaufzeit. Man hätte aber durchaus mehr rausholen könnnen. Zum Beispiel aus den durchaus guten Charkteren, wie der Kommandantin oder dem Vampirjäger. Aber dafür sind die 40 Minuten Laufzeit natürlich zu wenig. So bleibt Longinus ein kurzer mittelmässiger Streifen, von einem Regisseur von dem besseres gewohnt ist ...

Wertung: 5/10

Sexy Killer (1976)

OT: Du hou mi shi
AT: Brigade Black Panther; Drug Connection; Duk Hau Bei Shut; Kung Fu - Brigade Schwarzer Panther; Die Tigerin von Hongkong
Hongkong; 1976 (Action, Krimi)
R: Suen Chung
D: Chan Ping, Yueh Hua, Tung Lam, Si Wai, Wong Hap
L: 87 Min
gesehene Version: Deutsch / Mandarin (Cut-Scenes mit dt. UT)




Story:
Die Krankenschwester Li macht sich Sorgen um ihre jüngere Schwester Su, die ein Verhältnis mit dem Gangster Hao hat.
Aufgrund einer Überdosis Heroin stirbt Su in der Bar des Kriminellen und Li schwört Rache.
Ihr Freund, der Polizist Chen , kann sie nicht davon überzeugen, die Sache der Polizei zu überlassen, und so schmuggelt sie sich in die Gangsterbande "Schwarzer Panther" ein, um sie zu zerschlagen.....

Kritik:
Das Genre des Rachefilms mit weiblicher Hauptbesetzung war ja gerade in den Siebzigern in Asien sehr populär. Sexy Killer gehört sicher nicht zu den Perlen dieses Genres, aber der Film weiss vor allem in den Punkten Action und Atmosphäre zu überzeugen. Hier wird sich aufs defstigstes Geprügelt und Geschossen und Hauptdarstellerin Chan Ping macht dabei eine gute Figur. Die Schauspieler sind durch die Bank eigentlich alle sehr gut und versemmeln ihre Rollen nicht durch übertriebenes Overacting. Ob der schmierige Anwalt, der gute Cop oder der sadistische Gangster, alle Rollen sind sehr gut getroffen. Allerdings zeichnet sich der Film nicht gerade durch Ideenreichtum und ein fantastisches Drehbuch aus und Paralellen zu dem Blaxploitation-Hit Coffy sind unübersehbar, aber trotzdem macht Sexy Killer 90 Minuten Spass, wie man es aus dem Hause Shaw Borthers gewohnt ist ...

Wertung: 6/10

Suicide Circle (2002)

OT: Jisatsu sâkuru
AT: Suicide Club
Japan, 2002 (Thriller)
R: Sion Sono
D: Ryo Ishibashi, Akaji Maro, Masatoshi Nagase, Saya Hagiwara
L: 100 Min
gesehene Version: Deutsch


Story:
Eine unheimliche Serie von Selbstmorden schockiert Japan. Ganze Gruppen von Jugendlichen stürzen sich scheinbar sinnlos in den Freitod. Nach jeder dieser Suizidserien taucht eine weiße Sporttasche mit grausamem Inhalt auf: Sie enthält je einen Hautlappen pro Opfer, die aneinandergenäht zu einer Rolle gepackt sind. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Handelt es sich bei diesem Phänomen um einen unbekannten Kult oder gar um perfide ausgeführte Morde? Seltsam auch die Auftritte und Texte der Teenie-Popgruppe „Desaster“, die möglicherweise mit für das seltsame Verhalten der Opfer sind? Der einzige Hinweis einer Hackerin auf eine geheimnisvolle Website bringt die Beamten langsam auf die richtige Spur. Während immer mehr Schüler den Freitod wählen, lüftet sich ein grauenhaftes Geheimnis, das schleißlich auch die Kinder eines der ermittelnden Beamten in den Tod treibt...

Kritik:
Suicide Circle gehört für viele Japan-Filmfans zu den absoluten Must-See-Filmen. Ich hatte zuvor auch einiges über Suicide Circle gehört, und wenn das so ist bin ich hinterher meist enttäuscht, weil der Film nicht hielt was Leute versprochen haben. Bei Suicide Circle verhält sich das ein bisschen anders. Als der Film zu Ende war, war ich nicht enttäuscht aber auch nicht begeistert. Ich hatte da noch ein paar Fragen an den Regisseur. Wollte dies und das gerne wissen. Denn wirklich aufgeklärt wird die Geschichte am Ende nicht. Aber das scheint auch nicht unbedingt der Anspruch asiatischer Filmemacher oder Cineasten zu sein.
Nebenbei wechselt Suicide Circle ständig die Genres. Mal ist er Horrorfilm (im Krankenhaus), dann Drama (Familiensituation des Cops), zwischendurch ein wenig Krimi und das ganze wird dann mal mit schwarzem Humor (Kabarettbühne) und diversen Splatterszenen angereichert. Die Handlung ist verworren und der Film ein Genremix? Genau, aber das Komische daran ist: es funktioniert und Suicide Circle bleibt spannend. Und das ganz grosse Plus, wegen der U-Bahn-Selbstmordszene wird man sich als Zuschauer immer an SC erinnern.
Wer mal einen etwas anderen Film sehen möchte, dem sei Suicide Circle wirklich empfohlen.

Wertung: 7.5/10

19.07.2008

Arahan (2004)

OT: Arahan jangpung daejakjeon
AT: Urban Martial Arts Action
Südkorea, 2004 (Action, Komödie)
R: Ryoo Seung-wan
D: Ryoo Seung-beom, Yoon Soy, Ahn Sung-kee, Jung Doo-hong
L: 108 Min
gesehene Version: Deutsch



Story:
Vor langer Zeit beschützten 7 Master den Schlüssel zum Chi, zur absoluten Macht. Doch einer von ihnen wandte sich der dunklen Seite zu, und das Schicksal nahm seinen Lauf. Die 6 Master verteidigen den Schlüssel, und es gelang ihnen, ihren Widersacher in diesem Kampf zu besiegen.
Jetzt - 2004 - kehrt das Böse zurück, und es gibt nur einen Mann, der es aufhalten kann - nur der weiß noch nichts davon. Sang-Hwan hat unglaubliche Chi-Energien, die nur ein echter Arachi haben kann, daher wollen die 6 Master ihn ausbilden. Ihm zur Seite stehen Eui-Jin, ebenfalls Auserwählte und meisterhafte Martial-Arts-Kriegerin, mit Chi-Kräften einer Maruchi. Doch das Böse läßt nicht lange auf sich warten und versucht mit allen Mitteln den Schlüssel zum Chi, zur Herrschaft über die Welt, an sich zu reißen. Für Sang-Hwan wird es nun Zeit zu zeigen, ob er der Auserwählte ist, der die Kräfte von Maruchi und Arachi vereinen kann. Zeit, sich dem Bösen zum ultimativen Kampf zu stellen. Zeit, die Welt zu retten.

Kritik:
Arahan ist eine Mischung aus Komödie und Kampffilm. Kommt im ersten Teil des Streifens eher das Komödiantische zum Tragen beschränkt sich der zweite Teil dann auf die Action und vor allem tolle Kampfszenen. Hier macht die Mischung das Ganze recht sehenswert. Die Kämpfe sind mit tollen Tricks und zahlreichen Effekten versehen. In der letzten halben Stunde kommen die Martial Arts Fans voll auf ihre Kosten. Natürlich sollte man sich nicht an der teilweise etwas platten und albernen Komik, die ja nun hinreichend aus dem asiatischen Raum bekannt sein sollte, stören, damit man ein angenehmen Filmabend geniessen kann ..
Arahan ist ein durchaus sehenswerter Genremix aus Fantasy, Komödie und Martial Arts ...

Wertung: 7/10

05.06.2008

Haze (2005)

OT: Heizu
Japan, 2005 (Horror)
R: Shin'ya Tsukamoto
D: Shin'ya Tsukamoto, Kaori Fujii, Takahiro Murase, Masato Tsujioka
L: 49 Min
gesehene Version: Deutsch



Story:
Ohne Erinnerung erwacht ein Mann in einem beklemmenden Betonlabyrinth. Wo befindet er sich? Wie ist er hierher geraten? Wer steckt dahinter? Und wie kommt er aus diesen dunklen Katakomben wieder heraus?
Zudem ist er verwundet und kann sich kaum aufrichten, die Decken und Wände lassen nur wenig Platz. Tastend bahnt er sich seinen Weg ins Ungewisse und trifft schließlich auf eine Leidensgenossin. Gemeinsam versuchen sie dieser Hölle zu entfliehen.

Kritik:
Shin'ya Tsukamoto gehört zweifelsohne zu den ungewöhnlichsten Regisseuren Japans. Doch kann ich diesem Film, ich bezeichne ihne mal als Experimentalfilm, wenig abgewinnen. Auch seinen so hochgelobter Film Tetsuo fand ich schon nicht so stark.
Der Film soll dem Zuschauer das Unbekannte vermitteln. Man weiss nicht mehr als der Hauptdarsteller, Tsukamoto selber mimt die Hauptfigur, und erfährt nur so viel wie er. Haze ist ziemlich düster, im wahrsten Sinne des Wortes, vieles ist nicht genau zu erkennen, in der Dunkelheit, ausser ein paar Eisenstangen mit denen der Mann maltretiert wird und natürlich diverse Körperteile, die überall herumliegen. Als der Mann dann eine mitgefangene Frau trifft, gibt es zur Abwechslung auch mal ein paar Dialoge, aber der Zuschauer wird wieder nicht schlauer und kurz darauf ist der Film dann auch schon vorbei.

Wertung: 5/10

Skinny Tiger (1990)

OT: Shou hu fei long
AT: Skinny Tiger and Fatty Dragon; Skinny Tiger - Der Dicke mit der schnellen Faust; Skinny Tiger und Fatty Dragon; Nutty Kickbox Cops; Sau Fu Fei Lung
Hongkong, 1990 (Action, Komödie)
R: Lau Kar Wing
D: Sammo Hung, Karl Maka, Wu Fung, Carrie Ng, Wanda Yung
L: 99 Min
gesehene Version: Deutsch



Story:
Das Polizisten-Duo Fatty Lung (Sammo Hung) und Skinny Mak (Karl Maka) sind dem Gangster Prince Tak und dessen Bruder Wing (gespielt von Lau Ka-Wing), der auch als König des Kokain in Hong Kong bekannt ist, auf den Fersen. Nachdem sie nach einer wilden Verfolgungsjagd die Hochzeitsfeier des Polizeichefs ruinieren, kann ihnen nicht einmal mehr ihr vorgesetzter Inspektor, der ihnen schon oft aus der Patsche geholfen hat, helfen. Der schüchterne und etwas dümmlich wirkende Lung und sein Partner Mak werden also zu einem Zwangsurlaub verurteilt. Diesen verbringen die beiden Chaos-Cops in Singapur, wo sie zwei Mädchen kennen lernen und erkennen, dass das Leben aus mehr als jeden Tag aufs Neue Verbrechern hinterher zu jagen besteht. Sie beschließen im schönen Singapur zu bleiben und gemeinsam mit den Mädchen eine Karaokebar zu eröffnen. Kaum sind sie zurück in Hong Kong um ihre Kündigung bekannt zu geben, wird die Gangsterbraut Ah Lai, die gegen ihre Auftraggeber aussagen soll, umgebracht und Mak´s Freundin Lanky schwebt in Lebensgefahr. Unsere zwei Helden sind also gezwungen in Hong Kong zu bleiben und den Kampf gegen die Drahtzieher zu einem Ende zu bringen.

Kritik:
Ja Skinny Tiger ist eine typische Hongkong-Hau-Drauf-Actionkomödie. Obwohl Komödie schon übertrieben ist, Slapstick oder Klamotte triffts wohl besser, denn die Witze sind alle relativ platt. Besonders die dämlichen sexuellen Anspielungen von Karl Maka gehen einem nach gewisser Spielzeit gehörig auf den Senkel. Auch sonst kann der Film nicht unbedingt überzeugen. Die Actionszenen sind Standard, einzig Sammo Hung bringt sie gelegentlich in einer Keilerei auf ein etwas höheres Level. Gegen Ende nimmt die Action und die Härte etwas zu und der platte Humor ab, das rettet im Endeffekt Skinny Tiger.
Seichte Unterhaltung mit plattem Humor und ein bisschen Action.

Wertung: 4.5/10